19.11.2013
“Gründerzeitarchitektur zwischen Verachtung und Begeisterung”

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Während die Fachwelt nach 1900 der Architektur des Historismus überwiegend ablehnend gegenüberstand, hat sich seit den 1960er Jahren des 20. Jahrhunderts eine systematische Neubewertung der vermeintlich ausschließlich eklektizistischen, unschöpferischen Bauauffassung vollzogen. “Ein besonderes Verhängnis ist es gewesen”, schrieb der Direktor der Leipziger Stadtbibliothek Ernst Kroker noch 1925, “dass der unerwartete Aufschwung unserer großen Städte mit dem tiefsten Stande der deutschen Baukunst zusammenfällt”. Dieser Auffassung wird sich heute kaum mehr jemand mehr anschließen wollen. Die Bauten eines Hugo Licht, Arwed Rossbach oder Emil Franz Hänsel gelten uns heute als Kulturdenkmale von hohem Rang. Wir wollen der Frage nachgehen, was wir an der Architektur des Historismus heute schätzen und welche besonderen Qualitäten die Leipziger Baukunst des wilhelminischen Kaiserreichs aufweist. Woher kommt die fast schon irrational positive Bewertung?

Referenten waren:

Prof. Lippert

Prof. Meier