04.12.2013
” Alphaville – MD

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Die Alphaville der sechziger Jahre trifft auf die Realstadt des 21. Jahrhunderts. Science fiction begegnet konkreten Konzeptionen für eine neue Stadt und Gesellschaft. Der Medienkünstler Maix Mayer beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit Raum, Stadt und Architektur und ihren Lesarten als futuristischer Möglichkeitsraum oder als historische Spuren einer Zukunftsvision. Sein Filmprojekt „Alphaville-MD“ bildet aus einer Anzahl von Bildern ein neues System, bei dem reale und modellhafte Motive vor allem aus Magdeburg den räumlichen Hintergrund bilden. Durch Mayers Lesart wird das Potenzial der Stadt beschrieben von der Reformstadt der zwanziger Jahre, über die Neustadt, die Sojusstraße, den Kosmonautenweg und den phantastischen Schalenkonstruktionen Müthers bis zum neuen Lesezeichen Salbke in der postwendezeitlichen „zu viel Stadt für zu wenig Städter“.

Maix Mayer zeigt die Faszination des Erfindens und Entwickelns von Raum sowie gleichermaßen die Bedrohung einer durch und durch antizipierten und kontrollierten Gesellschaft. So erklärt die Off-Stimme im Film: „Utopie ist kein Ort, sondern nur die Erzählung von einem Ort.“

Maix Mayer präsentierte seine Arbeiten als Archäologe von Raumbildern in der Reihe „Sehnsucht Stadt“.

Maix Mayer, Atopia production, Leipzig

A.I.L. Architektur-Institut Leipzig, Prof. Dr. Annette Menting